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Siegerprojekt für Erneuerung des Hauses Bürgerspital steht fest

Die Ortsbürgergemeinde St.Gallen hat das Planerwahlverfahren für die Erneuerung des Hauses Bürgerspital abgeschlossen. Die Jury hat das Projekt «Johann» des Teams um Dietrich Untertrifaller Stäheli Architekten AG, St.Gallen, als Siegerprojekt ausgewählt. Mit einem neuen Empfangsbereich, einer verbesserten Anbindung an den Park, einem zeitgemässen Restaurant- und Küchenbereich sowie einer klaren Ausrichtung auf umfassende Pflege- und Betreuungsleistungen wird das traditionsreiche Haus für die Zukunft gerüstet. Mit dieser strategischen Investition stärkt die Ortsbürgergemeinde sowohl das Pflegeangebot als auch die Baukultur in der Stadt St.Gallen.

Das Haus Bürgerspital wurde zwischen 1841 und 1845 nach Plänen des St.Galler Baumeisters Johann Christoph Kunkler erbaut. Die klassizistische Anlage mit ihrem grosszügigen Park gilt als schützenswert und wird seit Jahrzehnten als Alters- und Pflegeheim genutzt. Heute leben rund 140 Frauen und Männer im Haus Bürgerspital. Neben den gastronomischen und hauswirtschaftlichen Angeboten stehen ihnen umfassende Pflege- und Betreuungsleistungen zur Verfügung. Das Haus Bürgerspital wird in diesem Sinne weiterentwickelt, während sich das Haus Singenberg künftig noch verstärkt an Menschen richten wird, die attraktive und sichere Wohnangebote suchen.

Mehr Lebensqualität im Alltag
Im Mittelpunkt der Erneuerung stehen die Bedürfnisse der Bewohnerinnen und Bewohner. Ein neuer Empfangsbereich soll Gäste und Bewohnende künftig noch einladender empfangen. Gleichzeitig werden die weitläufigen Parkanlagen einfacher und direkter zugänglich gemacht. Auch das Restaurant und die Küche werden umfassend erneuert. Im Dachgeschoss werden zusätzliche Nutzungen, insbesondere Büroräume hinsichtlich Machbarkeit und Kosten geprüft.
Für die Planung schrieb die Ortsbürgergemeinde Ende 2025 ein Planerwahlverfahren für Teams aus Architektur, Landschaftsarchitektur und Baumanagement aus. Nach einer Präqualifikation lud die Jury Anfang 2026 acht Teams zur Teilnahme ein. «Das Siegerprojekt schafft mit einfachen Mitteln deutlich verbesserte Aufenthaltsqualitäten und überzeugt durch seinen respektvollen Umgang mit der historischen Bausubstanz», sagt Bürgerratspräsidentin Katrin Meier.

Projekt «Johann» überzeugt Jury
Das Siegerprojekt «Johann» wurde vom Team bestehend aus Dietrich Untertrifaller Stäheli Architekten AG (St.Gallen), conradi & partner gmbh (Bäch) sowie Uniola AG (Zürich) erarbeitet. Die Jury würdigt insbesondere die selbstverständlichen und zugleich überzeugenden Lösungen des Projekts. Mit gezielten Anpassungen der Topografie und wenigen baulichen Eingriffen gelingt es, das historische Gebäude für die zukünftigen Anforderungen weiterzuentwickeln. Das heutige Restaurant Wannerstübli wird erweitert und zum neuen Zentrum des Hauses. Zusammen mit dem angehobenen Garten entsteht eine grosszügige «Sala Terrena», die Innen- und Aussenraum miteinander verbindet. Eine sorgfältig in die Umgebung integrierte Geländemodellierung sorgt zudem dafür, dass die neu positionierte Küche ausreichend Tageslicht erhält. Besonders überzeugt haben die Jury auch der sensible Umgang mit der Topografie und die hohe Qualität der Freiraumgestaltung. Positiv würdigt sie zudem, dass dabei scheinbar nebenbei und mit verhältnismässig wenigen Eingriffen eine unaufgeregte Erschliessung des Hauses und des Gartens gelingt.

Nächste Schritte
In den kommenden Monaten wird das Siegerprojekt weiter ausgearbeitet. Der für die Umsetzung erforderliche Baukredit soll voraussichtlich am 3. Mai 2027 der Bürgerversammlung der Ortsbürgergemeinde zur Genehmigung vorgelegt werden. Der Baubeginn ist für das Jahr 2028 vorgesehen.

Öffentliche Ausstellung
Die öffentliche Vernissage zum Planerwahlverfahren «Erneuerung Haus Bürgerspital» findet am Montag, 14. September um 18.00 Uhr im historischen Gesellschaftssaal des Hauses Bürgerspital statt. Die Ausstellung mit den acht eingereichten Beiträgen ist vom Montag 14. September, bis Sonntag 20. September, jeweils von 14 bis 18 Uhr im Gesellschaftssaal öffentlich zugänglich.

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