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Mit­wir­kungs­ver­fahren Zonen­plan­än­derung Ste­phans­horn­strasse

Aufgrund der attraktiven Lage und der Erschliessung eignet sich das Land gut für eine Wohn­nutzung. Das knapp 1.7 Hektaren grosse Grund­stück ist heute im süd­lichen Be­reich der Wohn­zone W3 und im nörd­lichen der Zone für öffentliche Bau­ten und An­lagen zu­ge­teilt. Ba­sie­rend auf einer Mach­bar­keits­studie soll als er­ster pla­nungs­recht­licher Schritt eine Um­zo­nung in eine Wohn­zone W4 bzw. eine Grün­zone vor­ge­nommen wer­den. Die Zonen­plan­änderung wird nun einem öffentlichen Mit­wirkungs­ver­fahr­en unter­stellt. Die Ein­gabe­frist läuft bis zum 23. De­zemb­er 2022.

Das Entwicklungsareal befindet sich westlich des Botanischen Gartens an der Stephanshornstrasse. Das Grundstück Nr. F3439 ist eine von mehreren Parzellen, welche durch einen Abtausch mit der Politischen Gemeinde St.Gallen im Oktober 2019 in den Besitz der Ortsbürgergemeinde über­ge­gangen ist. Im Zusamme­hang mit der Ab­gabe durch die Stadt wurde fest­gehalten, dass der Be­reich der Zone für öffentliche Bau­ten und An­lagen nicht mehr für öffentliche Zwecke be­nötigt wird und dem­zufolge eine Um­zonung zweck­mässig bzw. not­wen­dig ist.

Freibleibende Hügelkuppe und Durchlässigkeit
Um das bauliche Potenzial, die anzustrebende sowie verträgliche Dichte und eine geeignete Zonen­zuweisung zu eruieren, hat die Orts­bürger­gemein­de in Zusammen­arbeit mit be­nach­barten Grund­eigen­tümer­schaften im Jahr 2021 eine Mach­barkeits­studie in Auf­trag gegeben. Die Studie wurde im Sach­verständigen­rat für Städte­bau und Archi­tek­tur der Stadt St.Gallen be­raten und als gute Grund­lage für die wei­tere Plan­ung beur­teilt. Es wurde eine Kon­ze­ption ent­wickelt, welche auf die Hang­lage Rück­sicht nimmt. Die Be­bauung lässt die Hügel­kuppe frei und sorgt mit ihrer Typo­logie für eine an­ge­messene Durch­lässigkeit mit Frei­räumen. Die Hügel­kuppe bleibt über die ganze Länge un­bebaut und soll als Grün- und Nah­erholungs­raum dem Quar­tier und der Öffentlich­keit zu­gänglich ge­macht wer­den.

Umzonung und verwaltungsrechtlicher Vertrag
Die Machbarkeitsstudie dient als Grundlage für die Neukonzeption der Zonierung. Es er­folgt eine Um­zonung zu einer Wohn­zone mit vier Voll­geschossen (W4), wo­bei die Hügel­kuppe einer Grün­zone zu­gewiesen wird. Um für die nächsten Ver­fahrens­schritte zeitgerecht eine Rechts­sicherheit zu erlangen, ist eine Um­zonung vor der Gesamt­revision der Bau- und Zonen­ordnung vor­gesehen. Die Orts­bürger­ge­meinde wird nach dem Zonen­planänderungs­verfahren ein qua­lifiziertes Varianz­verfahren durch­führen, um eine städte­baulich, architek­tonisch und frei­räumlich hochwertige, nach­haltige Bebauungs­lösung zu erhalten. Die Ortsbürger­gemeinde beab­sichtigt, das Bauland im Bau­recht abzugeben. Die öffentlichen Interessen und Verfahrens­modalitäten zur Qualitäts­sicherung wurden in einem verwaltungs­rechtlichen Vertrag zwischen der Stadt St.Gallen und der Orts­bürger­gemeinde geregelt. Die Überbauung soll ins­besondere einen Beitrag zur Um­setzung der städtischen Wohn­raumstrategie leisten.

Öffentliches Mitwirkungsverfahren bis 23. Dezember 2022
Die Bevölkerung ist eingeladen, zur Zonen­plan­änderung «Stephans­hornstrasse» im Rahmen des Mit­wirkungs­verfahrens eine Stellung­nahme ein­zureichen. Die Mit­wirkung wird auf der E-Mit­wirkungs-Platt­form der Stadt durch­geführt (https://partizipieren.stadt.sg.ch). Die entsprechen­den Plan­unterlagen sind eben­falls auf der E-Mitwirk­ungs-Plattform sowie auf der städtischen Web­site abrufbar.

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